Herzlich Willkommen
bei der Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V.

Tierschutz für herrenlose Straßenhunde und Katzen

Der Pfotenhilfe-Kalender 2019 ...

 

... ist so gut wie fertig und kann ab sofort bestellt werden!

Wir lieben Nachkontrollen ...

Wer von der Pfotenhilfe einen Hund adoptiert, muss damit rechnen, dass wir uns nach der Vermittlung tatsächlich melden und uns zu einer Nachkontrolle anmelden. Manchmal dauert es etwas und manch einer hätte dann gar nicht mehr mit uns gerechnet, doch nach der Devise "besser spät als nie" kommen wir dann doch noch :-)

In der Regel verabschieden wir uns nach den Nachkontrollbesuchen beruhigt und oft auch sehr gerührt, haben wir doch sehen dürfen, wie gut es unseren Schützlingen geht, wie liebevoll und behütet sie nun leben dürfen.

Manche unsere Adoptanten verhelfen uns sogar zum Ausbau unserer detektivischen Fähigkeiten, indem sie vergessen, uns bei ihrem Umzug ihre neue Adresse und Telefonnummer mitzuteilen. Auch wenn wir alle gerne dazulernen, ist die Recherche der neuen Adressen mit viel Zeitaufwand und Kosten verbunden.

Deshalb unsere große Bitte und Erinnerung: Teilen Sie uns bei einem Umzug zügig Ihre neue Adresse und Telefonnummer mit.

Selten, aber dennoch zu häufig, stoßen wir bei unseren Recherchen und Nachkontrollen auf Menschen, die uns nahezu sprach- und fassungslos machen. Menschen, die ihren Hund, der sie oft bereits über Jahre treu begleitet hat, weiterverkaufen, verschenken, ja verscherbeln wie ein ausgedientes Sofa. Das Muster ist leider häufig das gleiche: Angeboten wie eine Ware über Ebay, wird der eigene Hund wildfremden Menschen, von denen in der Regel nicht einmal die Adresse erfragt wird, in die Hand gedrückt. Gut gemeinte Angebote der Abnehmer, der "Verkäufer" könne sich gerne das zukünftige Zuhause ansehen, vorbeikommen, "seinen" Hund besuchen, werden regelmäßig ausgeschlagen. Hauptsache sofort weg.

Was werden diese Hunde spüren in dem Moment, wenn sie merken, sie müssen in ein fremdes Auto zu fremden Menschen steigen, ohne Herrchen oder Frauchen. Werden sie die Kälte spüren, die Herzlosigkeit?

Alle unsere Adoptanten unterschreiben wie im Tierschutz üblich einen Vermittlungsvertrag, der die Weitergabe eines Hundes ohne Wissen und Zustimmung des Tierschutzvereins, d.h. der Pfotenhilfe, ausdrücklich und ohne Ausnahme untersagt. Auch die Menschen, deren Verantwortungs- und Herzlosigkeit kaum zu überbieten ist, haben einen solchen Vertrag unterschrieben. Mit allen Konsequenzen, die daraus folgen.

Wir wünschen uns für unsere Hunde, für die wir uns auch nach einer Vermittlung verantwortlich fühlen, eine behütetes und schönes Leben.

Deshalb lieben wir Nachkontrollen, denn bis auf wenige Ausnahmen treffen wir auf Menschen, die ihre Hunde als Teil ihres Lebens begreifen und alles für sie tun würden.

 

 

Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.

Antoine de Saint-Exupéry


Dringend: Endstelle oder Pflegestelle für Nero gesucht!

 

 

Nero sucht noch immer pfötchenringend ...

 

 

... denn Neros bisheriges Frauchen hat durch ihre längere ausbildungsbedingte Abwesenheit keine Betreuung für ihn. Deshalb suchen wir auf diesem Weg für Nero dringend und schnellstmöglich entweder eine

 

Endstelle oder auch eine zuverlässige Pflegestelle,

die den mittelgroßen Rüden bis zur endgültigen Vermittlung liebevoll betreuen möchte.

 

Wenn Sie sich vorstellen könnten, einen Vierbeiner für eine gewisse Zeit bei sich aufzunehmen und dabei vertrauensvoll mit unserem Verein zusammenzuarbeiten, melden Sie sich bitte möglichst schnell bei: 
Anni Neuberger, Mobil: 0151 - 15643331,
E-Mail: neuberger@pfotenhilfe-ohne-grenzen.de

Hier gibt es weitere Infos zu Nero

In eigener Sache

Seit vielen Jahren setzt sich unser Verein für Straßenhunde im Ausland ein. Doch in den letzten Monaten kommen wir an unsere Grenzen.
Grund hierfür ist die Häufung von sog. "Rückgaben" vermittelter Hunde. 

Während die überwiegende Mehrzahl der Adoptanten unserer Hunde verantwortungsvoll auch mit gerade in der Anfangszeit auftretenden Herausforderungen umgeht, gibt es leider immer wieder und nun in diesem Jahr gehäuft Menschen, die so gerne einen Hund retten möchten, dann bei aufkommenden Schwierigkeiten aber nur eine Lösung sehen: ihren Hund an uns, die Pfotenhilfe, zurückzugeben. Dieser Weg, die Rückgabe eines Hundes an den Verein, ist als letzte Möglichkeit vor allem bei Tod oder schwerer Krankheit der Hundebesitzer gedacht, wird jedoch leichtfertig immer häufiger bei Schwierigkeiten gewählt, mit denen jeder Adoptant eines Hundes aus dem Ausland rechnen muss.

Von Stubenunreinheit, fehlender Leinenführigkeit über Ängstlichkeit und Schwierigkeiten im Umgang mit Artgenossen werden vielfältige Gründe genannt, einen Hund oftmals bereits wenige Tage oder Wochen nach Übernahme wieder zurückgeben zu wollen. In den meisten Fällen lassen sich die Probleme mit Geduld nach einigen Wochen oder Monaten bewältigen.

Wir besitzen kein Tierheim und arbeiten mit wenigen Pflegestellen zusammen, so dass wir Hunde nicht  einfach schnell und unproblematisch bei Nichtgefallen unterbringen können. Die geringe Verantwortungsbereitschaft, die brüchige Durchhaltefähigkeit und das häufig einfach nur gut gemeinte, aber unbedachte Helfenwollen belasten die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder unseres Vereins immens und über Gebühr. 

Wir möchten weiterhin Straßenhunden aus Rumänien helfen. 
Dazu benötigen wir Menschen, die
ihren Hund bei eventuell aufkommenden Schwierigkeiten nicht im Stich lassen.

 

Tierschutz bedeutet, sich dem Leid von Tieren, wo auch
immer es sich zeigt, nicht zu verschließen. In Rumänien gestaltet sich die Situation für Zehntausende von Straßenhunden gegenwärtig besonders dramatisch. In nahezu allen Regionen des Landes sollen Straßenhunde aus dem Stadtbild verschwinden. Sie werden von Hundefängern auf häufig brutalste Art und Weise gefangen und in sog. Public Shelter verbracht, in denen die Hunde mehr oder weniger sich selbst überlassen werden.  Jede Woche sterben in diesen Lagern landesweit Tausende von Hunden an Unterernährung oder in Folge von Beißereien. In vielen Landesteilen gehört die inzwischen legalisierte Massentötung von gesunden Hunden zum Alltag. Junge Hunde, alte Hunde, kleine Hunde, große Hunde, Welpen, trächtige Mutterhündinnen. Ohne Chance - wenn nicht einzelne Tierschützer vor Ort auch hier den Kampf gegen das tägliche Elend aufnehmen würden. Einen dieser kleinen Tierschutzvereine unterstützen wir im Norden Rumäniens, in Botosani.

 

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel.
Wenn Du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst
von einem Wesen nimmst.­­

Vielleicht wird Rumänien irgendwann einen Weg zu den in Europa geltenden Regeln im Umgang mit Straßenhunden und -katzen finden. Wird Kastrationsaktionen zulassen und durchführen, um die Vermehrung von frei lebenden Hunden und Katzen effektiv einzudämmen, wird die Hunde in öffentlichen Tierheimen artgerecht behandeln und deren Vermittlung ermöglichen und wird vielleicht irgendwann Tiere als das wahrnehmen und respektieren was sie sind: Fühlende Lebewesen, die unsere Achtung, unseren Respekt und unseren Schutz verdienen. Bis dahin werden sich Tierschützer in und außerhalb Rumäniens engagieren.
Wohl wissend, dass durch die Rettung einzelner Straßenhunde nicht die Welt verändert wird.

Doch für jedes gerettete Tier, das dem Leid, dem Elend und der Not entkommt, ändert sich die ganze Welt.


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