Herzlich Willkommen
bei der Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V.

Tierschutz für herrenlose Straßenhunde und Katzen

*** Frohes Neues ***

 

Wenn Du schnell gehen willst, geh allein.
Wenn Du weit gehen willst, geh mit anderen.

So sagt es ein afrikanisches Sprichwort. Und wir sind weit gekommen!
An der Seite von Menschen, die uns geholfen, unterstützt, ermuntert und bestärkt haben. Mit ihnen konnten wir in den letzten 10 Jahren knapp 1900 Hunde in ein schönes Zuhause vermitteln, Hunderte von Kastrationen finanzieren, mehrere Tausend Hunde impfen lassen und jeden Monat sehr viele Hunde vor dem Verhungern bewahren.

Ohne diese Menschen wären wir nie so weit gekommen. Nur mit unseren Adoptanten, die den Mut hatten, einen Hund aus dem Ausland an ihre Seite zu holen, unseren Futterpaten, die durch ihre monatlichen Spenden die kontinuierliche Versorgung unserer vierbeinigen Schützlinge vor Ort mit Futter gewährleisten,
unseren Pflegestellen, die so vielen Hunden die Chance auf ein besseres Leben ermöglicht haben und unseren Spendern und Unterstützern, die uns geholfen haben, so viel Gutes vor Ort zu tun, sind wir so weit gekommen. Dafür sagen wir

Auch wenn unser Verein nun erst einmal keine Hunde mehr vermitteln wird, lassen wir die Hunde in Botosani natürlich nicht im Stich.

Der Tierschutzverein La Palma, dessen Arbeit wir sehr schätzen, wird sich weiter um die Vermittlung notleidender Hunde aus dem öffentlichen Tierheim und dem privaten Ador-Tierheim kümmern. Wir werden als Verein weiter dafür sorgen, dass es den Hunden vor Ort so gut wie möglich geht. Durch regelmäßige monatliche Futterlieferungen, durch die Unterstützung von Kastrations- und Impfkampagnen und vieles mehr.

Doch dafür benötigen wir weiterhin Sie an unserer Seite. Gerade die monatlichen Futterlieferungen sind für die Hunde in Botosani überlebensnotwendig. Ohne sie werden viele Hunde verhungern.

Bitte unterstützen Sie uns - und damit die Hunde in Botosani, die gerade jetzt, im eisigen nordrumänischen Winter, ganz besonders leiden.

Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien schöne Weihnachten und einen guten Start in das neue Jahr 2022!

Das Team der Pfotenhilfe ohne Grenzen


Alles bleibt anders in 2022

Liebe Vereinsmitglieder, liebe Freunde und Unterstützer unseres Vereins, 

Leben ist Wandel und auch bei der Pfotenhilfe ohne Grenzen stehen Veränderungen an: Unser bisheriger Vorstand möchte nach 10 intensiven, turbulenten und tollen Jahren seine Arbeit an der Spitze unseres Vereins beenden und den Stab an eine neue Führungsriege übergeben.

Zwei engagierte Frauen, die unsere Arbeit kennen und den Tierschutz in Rumänien tatkräftig unterstützen möchten, wollen sich mit vielen neuen Ideen und Engagement der Vorstandsarbeit annehmen und sich bei der nächsten Mitgliederversammlung Ende März 2022 zur Wahl stellen. Das bedeutet aber auch, dass das Herzstück unseres Vereins, die Hundevermittlungen, eine mehrmonatige Pause machen muss.

Am 18. Dezember werden die vorerst letzten Hunde für unseren Verein ausreisen können, da der Vorstandswechsel auch einen Wechsel des zuständigen Veterinäramts bedeutet und somit erneut Genehmigungen eingeholt und neue Auflagen beachtet werden müssen. Bis dies alles geklärt ist, werden leider keine Hunde die Reise in ein besseres Leben antreten können. Der Verein wird jedoch weiterhin das Public Shelter, Ador und Miss Florea mit regelmäßigen Futterlieferungen unterstützen, für Kastrationen von Straßenhunden und für die so dringend notwendigen Impfungen aufkommen.

Wenn sich nun der ein oder andere von Ihnen mit dem Gedanken trägt, doch noch einen Hund unseres Vereins zu adoptieren oder in Pflege zu nehmen, dann zögern Sie bitte nicht uns anzusprechen!

Der Winter mit seinen zweistelligen Minusgraden, mit eisigem Wind und wochenlangen Schneefällen steht in Nordrumänien vor der Tür.
Vielleicht schaffen wir es gemeinsam, am 18. Dezember noch einigen Hunden den Weg in ein besseres Leben zu ebnen.

Um unsere Arbeit vor Ort mit den dringend benötigten monatlichen Futterlieferungen, den Kastrationsaktionen und Impfkampagnen fortführen und hoffentlich im Laufe des nächsten Jahres auch wieder Hunden in Not helfen zu können, sind wir weiter auf Ihre Hilfe und Unterstützung angewiesen.

Wir bitten Sie deshalb alle ganz herzlich, uns auch weiterhin zu unterstützen und die Entwicklung unseres Vereins wohlwollend zu verfolgen.


Die Sache mit der Wundertüte

Seit gut 10 Jahren engagieren wir uns im Tierschutz in Nordostrumänien, in Botosani.
Neben der fortwährenden Hilfe vor Ort durch Kastrationsaktionen, monatlichen Futterlieferungen, Impfaktionen, Hüttenprojekten uvm. vermitteln wir auch Hunde. Hunde, die alle eine Geschichte haben, die sie uns nicht erzählen können, die aber oft auch schon bei Welpen Spuren hinterlassen kann. Seelisch wie körperlich.

Wir sprechen gegenüber unseren Adoptanten dann liebevoll von Wundertüten.
Sie führen in in Rumänien ein leidvolles Leben und sind allesamt Überlebenskünstler.
Unsere Informationen über die Hunde, die wir vermitteln, erhalten wir von unseren rumänischen Tierschutzkollegen. Wir beschönigen nichts und wir versuchen so viele Informationen wir möglich über die Hunde zu erhalten. Doch auch unsere rumänischen Kollegen arbeiten alle ehrenamtlich im Tierschutz und sehen die einzelnen Hunde nur sporadisch. Das wäre in einem deutschen Tierheim unmöglich, wo sich mehrere Tierpfleger jeden Tag um die Hunde kümmern. In Rumänien geht z.B. unsere Tierschutzkollegin Cristina ein- bis zweimal in der Woche in das städtische Tierheim und sieht dann in drei Stunden ungefähr 700 Hunde. Einige davon werden dann Tierschutzvereinen zur Vermittlung vorgeschlagen, wobei hier Wesen und Charakter der Hunde im Vordergrund stehen.

Einen Tierarzt sehen die Hunde nur bei massiven Verletzungen und bei der Kastration. Kein Hund wird vor seiner Vermittlung in Rumänien veterinärmedizinisch eingehend untersucht. Der Begriff Wundertüte ist also mehr als angemessen. Um nun kein schiefes Bild zu vermitteln:

Die meisten Hunde, die hier in Deutschland  ein schönes Zuhause finden, sind gesund.
Doch es kommt immer wieder vor, dass unsere Hunde nach ihrer Ankunft gesundheitliche Belastungen zeigen, die in Rumänien schlichtweg niemandem aufgefallen sind. Das kann vom gut behandelbaren Giardienbefall, Husten oder Durchfall  bis zu durchaus massiveren älteren Unfallfolgen reichen. Es ist für uns in Deutschland kaum vorstellbar, dass ein Hund angefahren und mit vielleicht gebrochenem Becken oder Hinterlauf einfach liegen gelassen wird. In Rumänien ist das keine Seltenheit. Unter größten Schmerzen schleppen sich die Hunde weiter und wenn sie überleben, wächst alles irgendwie wieder zusammen und oft fällt erst in Deutschland auf, dass etwas nicht stimmt.

Wir möchten keinesfalls Menschen abschrecken oder sie vor der Übernahme eines Hundes aus Rumänien warnen. Doch wenn Sie sich dafür entscheiden, einem Hund aus Rumänien ein besseres Leben zu schenken, dann bedeutet das auch, dies ohne Wenn und Aber zu tun.

Wir vermitteln diese Hunde gerne und schon viele Jahre, doch wir können keine Garantie und keine Gewähr geben.
Wir können nicht garantieren, dass Sie einen rundum körperlich gesunden und seelisch stabilen Hund adoptieren. Wir  wollen uns keinesfalls aus der Verantwortung stehlen  und unterstützen so gut wir können. Doch unsere Erfahrung der letzten 10 Jahre hat gezeigt, dass sich unter den Hunden, die aus Rumänien zu uns kommen, auch immer einmal wieder Hunde befinden, die z.B. einen alten, unerkannten Bruch oder ein anderes Handicap mitbringen oder manchmal auch schlichtweg nicht lege artis kastriert wurden. Die doch sehr viel ängstlicher sind oder Unverträglichkeiten zeigen, die in Rumänien nicht gesehen wurden. 

All das mag verwundern, ist jedoch einer Situation in Rumänien geschuldet, in der es wenige Tierschützer, wenige engagierte Tierärzte, aber umso mehr Ablehnung und Missachtung von Straßenhunden gibt.
Genau deshalb machen wir dort Tierschutz.

Wichtig für uns ist, dass die Adoptanten den Tierschutzgedanken teilen.
Schwierig wird es dann für uns, wenn Adoptanten mehr oder weniger vorwurfsvoll Beschwerden äußern und quasi versteckte oder vermeintlich verschwiegene Mängel ihres Hundes anmahnen (s. dazu auch den Beitrag "In eigener Sache").

Seien Sie versichert, dass wir kein körperliches Handicap, kein problematisches Verhalten, keine misslungene Kastration verschweigen. Doch was uns selbst als Verein nicht bekannt ist, was den Tierschützern in Rumänien selbst nicht aufgefallen ist, aus welchen Gründen auch immer, können wir schlichtweg nicht mitteilen.

Wir hoffen sehr, dass Sie sich trotz alledem oder vielleicht gerade deshalb für eine unserer Wundertüten entscheiden. Denn auch das lehrt uns unsere Erfahrung nach vielen Hunderten von Vermittlungen:
In den meisten Fällen wird am Ende ein Hund an Ihrer Seite sein, dem Sie das Leben gerettet haben und den Sie nicht eine Sekunde Ihres Lebens mehr missen möchten.

 

 

Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.

Antoine de Saint-Exupéry



Tierschutz bedeutet, sich dem Leid von Tieren, wo auch
immer es sich zeigt, nicht zu verschließen. In Rumänien gestaltet sich die Situation für Zehntausende von Straßenhunden gegenwärtig besonders dramatisch. In nahezu allen Regionen des Landes sollen Straßenhunde aus dem Stadtbild verschwinden. Sie werden von Hundefängern auf häufig brutalste Art und Weise gefangen und in sog. Public Shelter verbracht, in denen die Hunde mehr oder weniger sich selbst überlassen werden.  Jede Woche sterben in diesen Lagern landesweit Tausende von Hunden an Unterernährung oder in Folge von Beißereien. In vielen Landesteilen gehört die inzwischen legalisierte Massentötung von gesunden Hunden zum Alltag. Junge Hunde, alte Hunde, kleine Hunde, große Hunde, Welpen, trächtige Mutterhündinnen. Ohne Chance - wenn nicht einzelne Tierschützer vor Ort auch hier den Kampf gegen das tägliche Elend aufnehmen würden. Einen dieser kleinen Tierschutzvereine unterstützen wir im Norden Rumäniens, in Botosani.

 

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel.
Wenn Du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst
von einem Wesen nimmst.­­

Vielleicht wird Rumänien irgendwann einen Weg zu den in Europa geltenden Regeln im Umgang mit Straßenhunden und -katzen finden. Wird Kastrationsaktionen zulassen und durchführen, um die Vermehrung von frei lebenden Hunden und Katzen effektiv einzudämmen, wird die Hunde in öffentlichen Tierheimen artgerecht behandeln und deren Vermittlung ermöglichen und wird vielleicht irgendwann Tiere als das wahrnehmen und respektieren was sie sind: Fühlende Lebewesen, die unsere Achtung, unseren Respekt und unseren Schutz verdienen. Bis dahin werden sich Tierschützer in und außerhalb Rumäniens engagieren.
Wohl wissend, dass durch die Rettung einzelner Straßenhunde nicht die Welt verändert wird.

Doch für jedes gerettete Tier, das dem Leid, dem Elend und der Not entkommt, ändert sich die ganze Welt.


  • © 2013 - 2022 Pfotenhilfe ohne Grenzen