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bei der Pfotenhilfe ohne Grenzen e.V.

Tierschutz für herrenlose Straßenhunde und Katzen

Bärli - kleiner Hundeopi sucht seine(n) Lieblingsmenschen

Bärli gehört zur Gattung der kleinen Hunde mit großer Persönlichkeit.

Kaum in auf seiner Pflegestelle in 83629 Weyarn angekommen, hat das kleine Kerlchen kurzerhand entschieden, sich seinem Pflegefrauchen, das ihn Bero ruft, anzuschließen. Seitdem dackelt er auf seinen krummen Beinchen treu an der Seite seines neuen Lieblingsmenschen los, um die große Welt zu entdecken. Anfangs gab es dabei einige Situationen, die ihm nicht so ganz geheuer waren, aber dank Beros Lernfreude und der Sicherheit durch seinen Menschen werden diese immer weniger. Zuviel Trubel ist allerdings nicht nach seinem Geschmack.

Auch wenn er keine Mammut-Spaziergänge einfordert, ist Bero keineswegs ein Sofa-Hund. Er liebt seine Spaziergänge sehr, läuft dabei prima an der Leine und zeigt auch auf kurzen Beinen eine außerordentlich gute Kondition. Eine Extrafreude macht man lebhaften Kerlchen mit kleinen Einheiten von Hundetraining, denn Lernen und Bewegung machen Bero einfach Spaß.

Als Mitbewohner ist der junggebliebene, ca. 8jährige Senior ruhig und äußerst angenehm. Er bellt so gut wie gar nicht, ist natürlich stubenrein und bleibt ruhig und friedlich stundenweise allein Zuhause. Genauso gut kann man ihn auch mitnehmen, denn im Auto fährt er ebenfalls problemlos mit. Vor einer Spritztour gibt sich Bärli gern hingebungsvoll einer Fellpflege-Einheit hin, wobei das Bürsten seines wunderschönen Fells wenig Arbeit bereitet.

Bero lebt zurzeit friedlich mit weiteren Hunden zusammen, fände aber die Position als Einzelprinz eigentlich angemessener… Dementsprechend erwartet er auch von fremden Hunden ein gebührliches Verhalten, während er unaufgeforderte Annährung eher unschicklich findet. Katzen stehen dagegen ganz hoch in seiner Gunst und werden von ihm draußen wie drinnen sehr geschätzt.

Dass fremde Menschen sich das Vertrauen erst einmal verdienen müssen, ist für einen echten spitzgedackelten Charakterhund selbstverständlich. Und so wägt auch Bero ab, bevor er mit jemandem auf Tuchfühlung geht. Ist aber seine Entscheidung zugunsten des Zweibeiners gefallen, wird dieser bald mit seiner bedingungslosen Liebe überhäuft.

Für Bero wünschen wir uns einen eher ruhigen Haushalt mit 1-2 Personen, die sich schon jetzt dem Charme des liebenswerten Hundemanns mit dem Dackelblick nicht mehr entziehen können und die einen Hund mit Eigenheiten zu schätzen wissen. Während andere Hunde und Kinder für Bero eher Unruhe bedeuten, sind Katzen für ihn willkommene Gefährten in seinem neuen Zuhause.

Bero ist natürlich geimpft und gechippt.

Wenn Sie Beros neuer Lieblingsmensch werden wollen, dann wenden Sie sich bitte an
Anni Neuberger, Mobil: 0151 - 15643331, E-Mail: neuberger@pfotenhilfe-ohne-grenzen.de

Hier geht's zu Bärlis Vorstellung.

 

 

Du bist zeitlebens für das verantwortlich,
was du dir vertraut gemacht hast.

Antoine de Saint-Exupéry


In eigener Sache

Seit vielen Jahren setzt sich unser Verein für Straßenhunde im Ausland ein. Doch in den letzten Monaten kommen wir an unsere Grenzen.
Grund hierfür ist die Häufung von sog. "Rückgaben" vermittelter Hunde. 

Während die überwiegende Mehrzahl der Adoptanten unserer Hunde verantwortungsvoll auch mit gerade in der Anfangszeit auftretenden Herausforderungen umgeht, gibt es leider immer wieder und nun in diesem Jahr gehäuft Menschen, die so gerne einen Hund retten möchten, dann bei aufkommenden Schwierigkeiten aber nur eine Lösung sehen: ihren Hund an uns, die Pfotenhilfe, zurückzugeben. Dieser Weg, die Rückgabe eines Hundes an den Verein, ist als letzte Möglichkeit vor allem bei Tod oder schwerer Krankheit der Hundebesitzer gedacht, wird jedoch leichtfertig immer häufiger bei Schwierigkeiten gewählt, mit denen jeder Adoptant eines Hundes aus dem Ausland rechnen muss.

Von Stubenunreinheit, fehlender Leinenführigkeit über Ängstlichkeit und Schwierigkeiten im Umgang mit Artgenossen werden vielfältige Gründe genannt, einen Hund oftmals bereits wenige Tage oder Wochen nach Übernahme wieder zurückgeben zu wollen. In den meisten Fällen lassen sich die Probleme mit Geduld nach einigen Wochen oder Monaten bewältigen.

Wir besitzen kein Tierheim und arbeiten mit wenigen Pflegestellen zusammen, so dass wir Hunde nicht  einfach schnell und unproblematisch bei Nichtgefallen unterbringen können. Die geringe Verantwortungsbereitschaft, die brüchige Durchhaltefähigkeit und das häufig einfach nur gut gemeinte, aber unbedachte Helfenwollen belasten die ehrenamtlich arbeitenden Mitglieder unseres Vereins immens und über Gebühr. 

Wir möchten weiterhin Straßenhunden aus Rumänien helfen. 
Dazu benötigen wir Menschen, die
ihren Hund bei eventuell aufkommenden Schwierigkeiten nicht im Stich lassen.

 

Tierschutz bedeutet, sich dem Leid von Tieren, wo auch
immer es sich zeigt, nicht zu verschließen. In Rumänien gestaltet sich die Situation für Zehntausende von Straßenhunden gegenwärtig besonders dramatisch. In nahezu allen Regionen des Landes sollen Straßenhunde aus dem Stadtbild verschwinden. Sie werden von Hundefängern auf häufig brutalste Art und Weise gefangen und in sog. Public Shelter verbracht, in denen die Hunde mehr oder weniger sich selbst überlassen werden.  Jede Woche sterben in diesen Lagern landesweit Tausende von Hunden an Unterernährung oder in Folge von Beißereien. In vielen Landesteilen gehört die inzwischen legalisierte Massentötung von gesunden Hunden zum Alltag. Junge Hunde, alte Hunde, kleine Hunde, große Hunde, Welpen, trächtige Mutterhündinnen. Ohne Chance - wenn nicht einzelne Tierschützer vor Ort auch hier den Kampf gegen das tägliche Elend aufnehmen würden. Einen dieser kleinen Tierschutzvereine unterstützen wir im Norden Rumäniens, in Botosani.

 

Das Wenige, das du tun kannst, ist viel.
Wenn Du nur irgendwo Schmerz und Weh und Angst
von einem Wesen nimmst.­­

Vielleicht wird Rumänien irgendwann einen Weg zu den in Europa geltenden Regeln im Umgang mit Straßenhunden und -katzen finden. Wird Kastrationsaktionen zulassen und durchführen, um die Vermehrung von frei lebenden Hunden und Katzen effektiv einzudämmen, wird die Hunde in öffentlichen Tierheimen artgerecht behandeln und deren Vermittlung ermöglichen und wird vielleicht irgendwann Tiere als das wahrnehmen und respektieren was sie sind: Fühlende Lebewesen, die unsere Achtung, unseren Respekt und unseren Schutz verdienen. Bis dahin werden sich Tierschützer in und außerhalb Rumäniens engagieren.
Wohl wissend, dass durch die Rettung einzelner Straßenhunde nicht die Welt verändert wird.

Doch für jedes gerettete Tier, das dem Leid, dem Elend und der Not entkommt, ändert sich die ganze Welt.


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